Mein Tag hat heute erst am Mittag begonnen. Wie’s also am Morgen beim “Wachradeln”, Bogenschießen und Yoga war, müsst ihr dem lesbischen Frühaufsteherinnen-Blog entnehmen (den es bestimmt irgendwo gibt). Mir persönlich genügte es, die fünfzig Meter zum Strand zu spazieren, wo es schon etliche Festivalbesucherinnen bei strahlendem Sonnenschein ebenso gemächlich angehen ließen. Da teilten sich die einen – ganz die sparsame Lesbe – zu viert einen Strandkorb, da ploppten an der mit Regenbogenfahnen beflaggten Strandbar die ersten Flaschen Flens, und ein paar ganz entschlossene Lesben kamen sogar in kurzen Hosen und Flipflops angeschlendert.
Am Nachmittag dann Promigucken: Meine L-Mag-Kolleginnen irrten mit Jenny Shimizu durchs Gelände und suchten nach einem ruhigen Interview-Plätzchen und etwas zu essen (ja, Jenny Shimizu isst, auch wenn sie nicht so aussieht!). Bei ihrem ersten Versuch, dem Hotel-Restaurant, hatten sie sich einem Rentner-Geburtstagsfest mit zünftiger Blasmusik geschlagen gegeben. Schließlich landeten sie im In-Lokal des Festivals, der Osteria, wo schon Lucy Diakovska mit Jennys Freundin saß, Elli Erl mit ihrer eigenen Freundin vorbeikamen, und kurz darauf Leisha Hailey und Camily Grey von “Uh Huh Her” von einem etwas albernen Security-Großaufgebot beim Pizza essen beschützt wurden.
Die beiden sind aus Vulkanaschegründen mit dem Mietwagen aus Paris gekommen, haben sich in Belgien verfahren und sind völlig verängstigt gen Ostsee getuckert, weil sie selbst bei Tempo 130 noch von allen anderen Autos überholt wurden.
Gleich tritt “Uh Huh Her” im “L-Circus” auf, wo vorhin schon Elli Erl einen umjubelten Auftritt hingelegt hat. Im Gegensatz zu gestern gab es heute keine Anlaufschwierigkeiten. Schon um 8 war das Zelt voll und wogte zu DJ Hildegards Tönen. Diese Nacht wird länger und wilder als gestern, da bin ich mir ganz sicher. Mehr dazu: morgen!
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- The real L-Beach-Feeling
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