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10. September 2009 – 15:48 19 Kommentare
Allgemein

Echte Frauen müssen lackierte Nägel haben

Caster-You Cover

Die lächerliche Debatte um das Geschlecht der 18-jährigen südafrikanischen Weltmeisterin im 800m-Lauf, Caster Semenya, hat eine neue Dimension erreicht. Während der Läuferin bei ihrer Rückkehr in Südafrika ein umjubelter Empfang bereitet wurde und Frauengruppen wie Politiker sich hinter Semenya und gegen die übertriebene Geschlechterdebatte stellen, hat sie selbst zum Gegenschlag ausgeholt. Mit aufgetuffter „Bob-Frisur“, Lidschatten und lackierten Fingernägeln posiert die ansonsten sehr burschikos wirkende Sportlerin im Kleid auf dem Cover des südafrikanischen Lifestyle Magazins „You“. Unter dem Titel „Wow, look at me now!“ ist Semenya auch im Innenteil als „echte Frau“ in tussigen Glitterklamotten inszeniert.

Sah die muskulöse Läuferin in ihrem Sportdress eigentlich nur schlicht wie eine sehr junge Butchlesbe aus, wirkt sie vor allem auf dem Zeitschriftencover nun erst recht wie ein in ein Kleid gezwängter Mann. Frage: Muss das sein? Um den ohnehin albernen Beweis zu erbringen, eine Frau zu sein, muss man also Lidschatten und lackierte Fingernägel vorweisen? Und sich zudem noch mit einer nicht gerade vorteilhaften, aber immerhin als weiblich geltenden Frisur zur Schau stellen?

Hier zum Video über Semenyas Rückkehr nach Südafrika und die Unterstützung von Frauengruppen, Politik und ihrer Familie

Muss sich Semenya erst als „Tussi“ verkleiden, um als „echte Frau“ durchzugehen? Warum wird die Debatte um Caster Semenyas Geschlecht überhaupt so hochgekocht, während bei anderen Sportlerinnen plötzliche Leistungssteigerungen viel mehr im Zusammenhang mit dem sehr viel wahrscheinlicheren Fall eines möglichen Dopings gesehen werden?

Wie ist eure Meinung?

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19 Kommentare

  1. Natascha
    20. Juli 2010 — 21:20 | Lesezeichen

    ja ist auch ein gratis chat einfach mit Nickname rein ! bin dort sehr oft unter : w w w fuubo c o m

  2. Sandra
    23. Mai 2010 — 19:47 | Lesezeichen

    ja ist auch ein gratis chat einfach mit Nickname einloggen unter w.w.w.coldtube.c.o.m

  3. 22. April 2010 — 10:55 | Lesezeichen

    Schöner Artikel – wirklich eine Freude zu lesen. Macht weiter so und schreibt so inspirierende Inhalte!

  4. Susan
    27. März 2010 — 19:34 | Lesezeichen

    Bitte! Über Schüttguttechniks Kommentar muss unbedingt etwas geschüttet werden – Wert auf Äußerlichkeiten ist nicht das Thema, und dann auch noch mit “…jedeM selbst überlassen wie ER auftreten möchte…” zu enden erscheint mir sehr unpassend. Und maskulines Aussehen mit Ungepflegtheit zu assoziieren ist ziemlich falsch. Manch Zurückgebliebene brauchen die starke Trennung von “Mann” und “Frau” , wozu, Verunsicherung wie frau/mann mit der Person umgehen soll wenn sie nicht in die Schublade passt? Es geht mir extrem auf den Senkel, besonders da ich eben von Berlin nach BW/ nahe BY gezogen bin und die angenehmeren Radiosender auch unbedingt den Krieg zwischen “Mann” und “Frau” andauernd anfachen müssen (wer kann besser, wer checkt schneller usw.). Macht Aussehen, Jobwahl, Auftreten und Verhalten bitte nicht mehr an den Geschlechtsorganen fest, wir sind doch viel weiter oder hat bei Euch die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen nicht stattgefunden nach dem Coming Out? Mensch ist eben nicht so wie Typus Mann oder Typus Frau uns in den letzten Jahrhunderten vorgegaukelt wurde wie Frau sein sollte. Das Bild ist eine Krücke und hinkt, wie sämtliche patriarchalen Strukturen. Ich liebe Frauen und mag Menschen, die in sich ruhen, Stimmigkeit von Innen nach Außen. Dem Foto von Caster Semenya kann ich nix abgewinnen, ich hoffe Sie hatte ihren Spaß beim Verkleiden, ich mache das auch ganz gern zum Spaß um zu sehen wie ich mich in den Verkleidungen fühle .

  5. 26. Februar 2010 — 12:12 | Lesezeichen

    Ich bin der Meinung, dass eine Frau schon etwas weiblich sein sollte. Natürlich gibt es Frauen die keinen Wert auf Äußerlichkeiten legen. Manche vielleicht weil sie natürlich gut aussehen und andere weil sie der Meinung sind, dass sie es nicht brauchen. Es gibt unterschiedliche Gründe warum Frauen viel oder weniger aus sich machen. Sei es wegen ihrer Einstellung, ihrem Beruf oder ähnlichen Gründen. Allerdings bin ich der Meinung, dass zu alle dem gehört, dass sie gepflegt sein sollte. Fingernägel sind dabei das beste Beispiel. Sie müssen nicht lang sein, aber sauber gefeilt.Und doch ist es letzten Endes jedem selbst überlassen, wie er auftreten möchte….

  6. 15. Januar 2010 — 13:34 | Lesezeichen

    Nein, ganz so negativ sehe ich das überhaupt nicht. Ich bin selbst Transgender und weiß, wie schwierig es anfangs ist, sich einer Geschlechterrolle ganz eindeutig zuordnen zu lassen.

    Bitte habt ein wenig Geduld, ein wenig Langmut und Verständnis. Das ist mit Sicherheit keine Abwertung des Frauenbildes, sondern ein Hinterhereifern mit ein paar kleinen Fehlschlägen und Missgriffen am Anfang.

    Ich bin schon gespannt, wie diese Story weitergeht.

  7. joshi
    11. Dezember 2009 — 21:48 | Lesezeichen

    also ich weiss garnicht was ihr habt:
    Ich hab’ mir das Bild mal auf

    http://www.all-athletics.com/files/news_image/caster_semenya_makeover.jpg

    angesehen. Ich finde

    a) nix “tuntiges” daran,
    b) es auch nicht “unpassend”, sondern
    c) sie eingermaßen gut aussehend.
    (obwohl das nach der Erfindung von Photoshop ja auch nix mehr heißt *grins* )

    Gut, ich finde sie sieht auf

    http://www.bild.de/BILD/sport/mehr-sport/2009/09/21/caster-semenya/caster-semenya-13236233-mfbq,templateId=renderScaled,property=Bild,height=349.jpg

    besser aus, aber das ist ja auch Geschmackssache.

    Was mich eher erschreckt ist, dass sie sich dazu hinreissen läßt sich dermaßen dem “homonormativen Diktat” zu unterwerfen. Was glaubt sie damit zu erreichen?

    Ihre Gegner werden das wohl zu Anlass nehmen zu sagen: “Seht her: Sie ist bestenfalls eine Tunte – niemals aber eine “echte” Frau!!!”.

    Der Rest (dazu gehöre wohl auch ich) kratzt sich verwundert den Kopf und fragt sich, was sie damit bezwecken will :-)

  8. Seniorrita
    3. Dezember 2009 — 17:45 | Lesezeichen

    “Frau mit lackierten Nägeln” … Zudem die heutigen Frauen, ob lesbisch oder nicht, meist künstliche haben. Was macht denn eine Frau aus? Muss Sie gleich als Frau erkennbar sein? Das schöne unter einem Anzug oder dem sportlichen Outfit ist doch für eine Lesbe, dass der Gegenüber doch kein Mann ist, wie es anfangs scheint. Der Reiz ist doch der, dass es egal ist, was Sie trägt, ob sie gelackte Nägel hat oder nicht. Hauptsache dass sich eine Frau dahinter verbirgt. Ob nun androgyn oder elegant, aber gepflegt. Vor allem die Nägel, ob nun mit Lack oder nicht. Jeder sollte sich selbst treu bleiben und dementsprechend sich mit seinem Outfit und seinen Rollen im Leben identifizieren.

    Außerdem muss jeder wissen, ob eine Frau ihre Seele in der heutigen Zeit verkaufen muss oder will.

    PS: Als Junge mit Basecap gehe ich im alltag jederzeit durch, wobei als elegante femme werd ich meistens in der Bar eher erkannt ;) .

  9. Emma
    21. November 2009 — 16:15 | Lesezeichen

    Ich möchte hier einfach nur mal mitteilen, wie von Bloggerinnen der Webseite “Feminine Lesbians” eine misogyne Haltung insbesondere gegenüber älteren Lesben zwischen 4o-6o Jahren verbreitet wird. Der Besuch einer Bloggerin auf einer Lesbenparty wurde sogar als Gruselparty niedergemacht.
    Ein Auszug: “Das lesbische Frauenbild, was i.d. letzten Jahrzehnten vor allem i.d. älteren Generation gelebt und propagiert wurde, ist für `normale` frauenliebende Frauen der reinste Horrortrip und hat wahrscheinlich zahlreiche Frauen i.d. Alkoholismus, Selbstmord oder in die Ehe getrieben.”

    Ich finde derartige Aussagen ungeheuerlich und empörend.
    Zum obigen Cover-Bild vermute ich mal, dass eine Lesbe ihr Lesbischsein heute wieder lieber verhüllen soll, damit sie sich besser vermarkten lässt?

    Übrigens ist Homophobie in Südafrika stark verbreitet. Im letzten Jahr wurde dort eine lesbische Fußballspielerin, die offen lesbisch gelebt hatte, von mehreren Männern vergewaltigt und ermordet. Anderen Lesben erging es ähnlich. Diese Taten haben bewiesenermassen einen homophoben Hintergrund.

    http://femininelesbians.wordpress.com/2009/10/28/romantische-freundschaft-und-liebe-zwischen-frauen/

  10. CF
    13. November 2009 — 05:19 | Lesezeichen

    Trümmer-Tunten-Style!
    Ich bin allergisch gegen Dauerwellen! Aber das habe ich leider schon des Öfteren beobachten müssen, dass sich auf schreckliche Art während Krisen im Leben von eher butchigen Frauen eine unheilvolle “Verweiblichungs-Welle” incl. öder Fönfrisur einschleichte; das schmerzt ja nur noch in den Augen! Für meinen Geschmack ist es ganz klar: Semenya sah ungeschminkt, natürlich und männlich eindeutig besser aus! Können Butches in ihrem Leben denn nicht einfach ihrem Stil und ihrem markigen, kurzhaarigen sex appeal treu bleiben?

  11. so
    8. November 2009 — 12:43 | Lesezeichen

    Ich steh nicht auf Frauen die wie Kerle aussehen, sie kommen für mich als Parterin nicht in Frage, meine Vorliebe für feminine Frauen hat genauso viel Respekt verdient, wie jeder Mensch ausehen darf wie er will, sollte er nur akzeptieren, das Partnerwahl eine persönliche Angelegenheit ist, sprich niemand kann mich zwingen mit jemand in´s Bett zu gehen den ich als unattraktiv empfinde. Das phantasielose nachäffen von Heterosexuellen Geschlechterrollen in der Lesbenszene kotzt mich eh an, genauso wenn man frei seine Meinung äußert und die Butches verhalten sich die Kerle die es nicht vertragen wenn Frau ihre Meinung sagt, Gewalt in jeder Form ist die Antwort. Ansonsten, weibliche Sportlerinnen die Hochleistung bringen, vielleicht möchten die Herren sich gerne mit Ihr Identifizieren, weil bei so einer TopLeistung – das kann doch keine Frau sein – oder?

  12. 4. November 2009 — 16:19 | Lesezeichen

    guckt einmal wie fresch meine freundin und ich waren in der katholischen kirche =)
    http://allaboutjusten.blogspot.com/

  13. Maria
    15. Oktober 2009 — 23:20 | Lesezeichen

    Ich finde jeder Mensch egal ob Frau oder Mann, Homo oder Hetro, Schwarz oder Weiß sollte sich so kleiden dürfen wie er oder sie will. Ich selbst bin auch lesbisch und habe “das kleine Schwarze” im Schrank. Wenn mir danach ist zieh ich es an und wenn nicht dann eben Chucks, Kaputzensweatshirt und Jeans.
    SportlerInnen sind zwar einer größeren Beobachtung ausgesetzt sollten aber trotzdem nicht dazu gezwungen werden etwas zu tragen was sie nicht tragen wollen nur um eindeutig einem Geschlecht oder einer sexuellen Orientierung zugeschrieben zu werden.

  14. Gila
    5. Oktober 2009 — 15:59 | Lesezeichen

    Es hat sehr viel mit der Geschlechterrolle zu schaffen. Erstens ist Hochleistungssport das was der Name schon sagt Hochleistung, d.h. wenn ich körperliche Hochleistung bringe, ist die Anstrengung und auch der Leidensdruck sehr wohl an einem Menschen abzulesen. Und da ist es eigentlich egal ob Frau oder Mann. (Niemand erwartet von einem Bergmann der unter Tage arbeitet, das er aussieht als ginge er zu einer Modenshow.

    Auf der anderen Seite wird erwartet, das eine Frau immer und überall “gepflegt, hip, cool, toll (und was es noch so alles für Adjektive gibt), weiblich zu erscheinen hat.

    Und da liegt der Hauptaugenmerk wohl auf “Erscheinen”, sprich, der Auftritt in der Öffentlichkeit, da hat sie gefälligst zu zeigen das Sie Frau ist.

    Das Millionen von Frauen ebenfalls burschikos aussehen/wirken/sich kleiden ohne das man sie in irgendeine Kategorie stecken kann, wird dabei sehr wohl totgeschwiegen (jedenfalls sehe ich nicht nur weibliche Erscheinungen auf der Strasse). Und irgend ein kleines schwarzes “muß” Sie ja im Kleiderschrank haben, zu den idiotischen Anlässen wo man so hingehen muß.

    Und wenn es ihr egal ist, kommt von irgendeiner Seite bestimmt die Bermekung “willst du nicht mal ….”.

    Das soll ja nicht bedeuten das man “burschikos” sein muß.

    Was war ich beleidigt als ich mit 8 Jahren von einer Verkäuferin gefragt wurde (Regenweter Kapuze) “Na Junge, was bekommst du denn?” “Ich bin ein Mädchen!”

    Und heute? “Du läufst fast so rum wie ein Mann!” Tja, ich bin wohl auch der Einzige in der ganzen Verwandschaft!

  15. 29. September 2009 — 09:45 | Lesezeichen

    Ich finde nicht, dass Frauen die Leitsungssport betreiben als unsexy dargestellt werden sollten. Von Caster Semenya erwartet man natürlich nicht unbedint, dass Sie sich die Fingernägel lackiert und ein Kleid anziehen würde. Jedoch bin ich positiv überrascht! Ich finde, dass ihr der Look super steht! :-)

  16. lana
    26. September 2009 — 11:38 | Lesezeichen

    http://www.ngz-online.de/public/article/sport/mehr/leichtathletik-wm/755139/Semenya-bricht-ihr-Schweigen.html
    Auszüge aus dem Interview

    Caster Semenya … zu den Diskussionen um ihr männliches Äußeres … “Für mich ist das alles ein Witz, aber es bringt mich nicht aus der Fassung”
    “Ich denke nicht einmal über die Tests nach.” Gott habe sie nun mal “gemacht wie ich bin”, sagte Semenya weiter, “und mir das Lauf-Talent gegeben. Ich akzeptiere mich wie ich bin und bin stolz auf mich.”
    Semanya ist es laut eigener Aussage gewohnt, für einen Jungen gehalten zu werden. Deshalb habe sie … beim Einschreiben für ihr Sportwissenschaftsstudium in Pretoria auch betont: “Ich bin ein Mädchen.”
    Damit wollte sie verhindern, auf die immer gleichen Fragen nach ihrem Geschlecht antworten zu müssen.
    “Die Jungs haben mich immer überredet, in ihrer Mannschaft zu spielen, weil ich so gut war. Die haben mich nie geärgert, ich war einfach eine von ihnen. Auch die Mädchen haben mich nicht geärgert, weil ich ihnen dabei half, auch mit den Jungen spielen zu dürfen”, sagte sie.
    !!!
    Semenya wurde von der Redaktion des Magazins, dem sie das Interview gab, auch zu einer Fotoserie überredet.
    Überredet heisst gegen einen anfänglichen Widerstand mit abschliessender Überzeugung selbst davon etwas zu haben.Caster gibt dazu selbst einen möglichen Grund an :
    Nämlich den nicht fortwährend erklären zu müssen “Ich bin ein Mädchen”. – UND glaubt mir das nervt nicht nur.
    “Ich würde mich gerne öfter zurechtmachen …”
    http://www.genderdynamix.co.za/content/view/420/204/
    Who Are We to Point Fingers

    http://www.mask.org.za/article.php?cat=southafrica&id=2312
    SEMENYA MEDIA DEBACLE ANGERS MANY

  17. lana
    26. September 2009 — 00:39 | Lesezeichen

    http://www.freitag.de/positionen/0935-caster-semenya-geschlecht-hermaphrodit?searchterm=caster+semenya

    International Association of Athlethic Federations (IAAF) – Policy on Gender Verification, http://www.iaaf.org/mm/Document/imported/36983.pdf

    http://www.mut23.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=3&Itemid=9&lang=de
    CEDAW Alternativbericht
    Alternativbericht
    Zum Sechsten Bericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW)

    von: Menschenrecht und Transsexualität (Interessensgemeinschaft)

    SHE’s SHE
    .. ob Caster im Trikot oder Caster in Glitter .. Caster ist Caster.Interessanter ist vielmehr was CASTER nach ihrem Triumph in diesem (im übrigen einzigen)Interview erzählt .(u.a.: .. weiss um ihre Besonderheit für Andere ..)
    apropos: warum nicht auch mal ab und zu “aufbrezeln” wenn’s Laune macht.
    Caster ist überraschend im Erfolg(JA, und eben keine “Püppi”) und die kann sich der gemeine Mob eben nur durch von Ihm definierten “Absonderlichkeiten” erklären. Genderphobisch sind grundsätzlich die nunmehr aufkommenden Erörterungen welche Form von Intersexualismus noch statthaft sind um entsprechend des empfundenen Geschlecht in Wettkämpfen zu starten.(siehe hierzu auch den Artikel von oliver tolmein in der “FREITAG” vom 26.08.2009)
    Ja, auch ich möchte CASTER wiedersehen.

  18. Luzi
    14. September 2009 — 12:04 | Lesezeichen

    also ich muss erst mal sagen, dass sehr viele sportlerinnen mehr oder weniger lesbisch auf mich wirken. und manche auch butchig, die außerhalb des sports doch sehr hetig rüber kommen. im sportdress kam ja das gesamte südafrikanische nationalteam an, wie in dem viedeo zu sehen ist. tja, ob Caster Semenya die nägel lackiert und die sportarmbanduhr gegen ihr outfit auf dem cover nicht nur für die medien und vor allem aufgrund der anschuldigungen getauscht hat, kann ich nicht beurteilen. ich finde es aber nicht nett, sie als unvorteilhaft aufgemacht zu bezeichnen. damit wird ihr auch nur geschadet und das ist eine unwürdige andorzentristische debatte, die den mensch auch nur als objekt ohne gefühlsleben betrachtet!
    ich selber finde es natürlich auch eine frechheit, dass ihr geschlecht bestimmt werden soll. auf der anderen seite, stellt euch mal vor, ihr nehmt an so einem wettkampf teil, habt jahre darauf hin trainiert usw. und dann kommt, na ich sag mal, z.b. eine tunte oder eine transfrau mit eben biologisch körperlich für diesen sport vorteilhafteren ausstattung. wie fändet ihr das denn? es hat ja auch einen grund, warum es frauen- und männerwettkämpfe gibt. eben, damit die frauen auch eine chance zum erfolg haben, bzw. ihre fähigkeiten zeigen können usw. also da ist es wirklich schwierig. auch wenn ich die trennung der geschlechter oftmals für alle beteiligten nicht gut finde, braucht es sie an manchen stellen aber doch. der leichtathletikverband hätte sich da vielleicht diskreter verhalten können. obwohl ich selber auch nicht so recht weiß, wie. sie haben sie ja erst mal laufen lassen und auch den titel erst mal verliehen. und ich nehme mal an, dass das öffentlich gesagt werden MUSS, dass der titel vorläufig ist und dann bohrt natürlich die presse und VERLANGT eine erklärung. NATÜRLCIH, denn es könnte sich ja um eine benachteiligung einer farbigen/schwarzen und frau handeln. und da würden auch wir wissen wollen, was los ist! ich finde es auf der anderen seite auch für die zweite nicht so toll, wenn sie durch eine disqualifikation den titel zugesprochen bekommt. ist ja nicht das selbe wie im stadion zu gewinnen! also als fazit sage ich, es ist alles nicht so einfach, wenn sich eine in die verschiedenen lagen hineinversetzt und eine genderdebatte finde ich genau hier nutzlos!

  19. caro
    13. September 2009 — 21:22 | Lesezeichen

    Hm, niemand traut sich, was dazu zu schreiben, oder seid ihr Mädels nach Anblick des Fotos in Schockstarre verfallen? Im Ernst, die bizarre Debatte zeigt, mit welchem Druck und welch Selbstverständlichkeit erwartet wird, dass sich Menschen in ein vorgegebenes Geschlechterkorsett pressen lassen. Als Argumentation wird dann gern der Chromosomensatz herangezogen, obwohl sich selbst der nicht selten der Zweigeschlechternorm entzieht. Für mich ist die Sportlerin eine Frau, wenn sie sich so fühlt, unabhängig davon, ob sie xx, xy oder abc in ihren Zellen trägt und welchen Kleidungsstil sie bevorzugt. Das einzig Positive finde ich an der Geschichte, dass sie Unterstützung aus der Politik ihres Heimatlandes erfährt (soviel zum “fortschrittlichen” Westen und dem “rückschrittigen” Afrika). Was sie nun dazu bewogen hat, zum Friseur und ins Nagelstudio zu gehen und sich so ablichten zu lassen, weiß ich nun nicht. Vielleicht hatte sie ja einfach mal Bock, sich richtig aufzubrezeln und fand sich selbst ganz klasse auf den Fotos (nach persönlichen Vergleich mit meinem Jugendweihefoto – Bob”frisur”, rosa Kleid mit weißen Punkten, weiße Stöckelschühchen – find ich das Cover gar nicht soo übel). Das wäre die naive Annahme. Vielleicht hat sie aber auch dem Druck nachgegeben und sich in die Rechtfertigungsrolle drängen lassen, als “Enschuldigung” für ihr burschikuses Äußeres bei der WM. In dem Fall möchte ich bei den Aufnahmen nicht in ihrer Haut gesteckt haben und hoffe, dass sie irgendwann das Selbstbewusstsein und den Mut entwickeln kann, einfach sie selbst zu sein, auch unter dem Druck der Öffentlichkeit.

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