L-Mag Service

17. April 2010 – 14:27 1 Kommentar
L-Beach 2010

Einsam in der Nacht

Gastbeitrag von Dana Müller, L-MAG Praktikantin

Morgens 4 Uhr in der Galerie ziehen die letzten tapferen Lesben an mir vorbei. Die Konzerte sind schon lange vorbei. Mit einem bombastischen Line-up began der Abend vielversprechend. Elle Bandita, viele schönen Frauen und einige Biere – ich war zu allem bereit. Noch etwas verhalten schauten sich die anwesenden Mädels um. Gegenseitiges abchecken.  Ich wollte tanzen und möglichst viele Eindrücke sammeln. Überall dabei sein! Wo wird gerockt? Im Zelt? Oder doch lieber in der L-Lounge?

Also Elle Bandita waren schonmal bombastisch! Auch wenn das Zelt noch recht leer war und das Publikum etwas verhalten. Aber der Abend war ja noch jung. Also ab zur nächsten Party ehe es dann zu Betty, dem nächsten Konzert-Act,  geht. In der Lounge herrschte gegen 21 Uhr  eine krasse Stimmung. Die Mädels tanzten hemmungslos. Aber zu welcher  Musik? Michel Jackson? Ich konnte es nicht fassen. Eben noch rockten Elle Bandita und die Frauen wippten nur zögerlich im Takt. Und bei den alten Kammellen von DJ Helle Zebitz drehten die Frauen durch? Ich ging.

Also weiter durch die Nacht. Bald spielen Betty und bis dahin noch mal kurz zum roten Teppich. Wow auch hier tummelte sich gegen 21.30 Uhr die Masse. Aber für mich war das nix. Stars und Sternchen? Wo bleibt da die Party? Ich will feiern!

Zurück ins Zelt zu Betty. Hey endlich mal Stimmung. Überall Frauen soweit das Auge reicht. Und Betty hat es einfach drauf. Die Masse bebt. Na das ist doch das wonach ich gesucht hatte. Ab in die Menge und tanzen.

Doch leider war es ein viel zu kurzes Intermezzo. Wo ist jetzt die nächste Party? Wieder zur Lounge? Andere DJ, andere Party? Nein! Was ist das denn? Elektro-Pop? Nix wie weg. Zur L-Bar vielleicht? Mh hier ist es auch nicht besser. Zum roten Teppich zurück? Oder doch lieber  ins Zelt?

Mh … wo war ich eigentlich in den letzten 2 Stunden? Überall und nirgens. Jetzt ist es jedenfalls 4 Uhr und ich sitze einsam in der Galerie auf der Treppe. Die einzigen Leute, die sich jetzt noch mit mir unterhalten wollen sind zwei Jungs aus dem Dorf. Hey, ich bin bei einem Festival mit 4.000 Lesben und verbringe den Abschluss des Abends mit zwei neugierigen Typen? Na toll.

von Karin Schupp | L-Beach 2010 | Stichworte: ,
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1 Kommentar

  1. 18. Juli 2010 — 08:29 | Lesezeichen

    Some people see things that are and ask, Why? Some people dream of things that never were and ask, Why not? Some people have to go to work and don’t have time for all that..

    Sent from my Android phoneSome people see things that are and ask, Why? Some people dream of things that never were and ask, Why not? Some people have to go to work and don’t have time for all that..

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