Selten wurde eine Band so gefeiert, deren Songs kaum jemand kannte: Als gestern kurz nach halb zwölf Leisha Hailey mit ihrer Band “Uh Huh Her” die Bühne betrat, gab es im L-Circus kein Halten mehr: Alice aus The L Word war hier, ganz nah bei uns, und da ist die Musik doch zweitrangig. Schade nur, dass die sympathischen Musikerinnen von Anatomie Bousculaire, die fast zeitgleich in der L-Hall auftraten und ein tolles Konzert boten, mit 200 Zuschauerinnen vorlieb nehmen mussten. Auch MEN hatten das Pech, in diesem Raum mit seinem ganz eigenen Tanzschulen-Abschlussball-Flair spielen zu müssen. Das Publikum, darunter auch alle drei BETTYs, machten das Beste draus und hatten viel Spaß.
Elizabeth Ziff von BETTY, Komponistin des L Word-Titelsongs, hatte schon auf der Pressekonferenz von der guten Stimmung des Festival und dem angenehmen Mix des Publikums geschwärmt. L-Beach sei besser als Dinah Shore – na, das geht doch runter wie die kleinen Wodka-Mix-Getränke, die es hier als Werbegeschenk gab.
Leisha Hailey hingegen machte sich rar und wollte bisher keine Interviews geben. Lieber ging sie zur Pool-Party, verlor dort keine Zeit und steckte einer Frau ihre E-Mail-Adresse zu. Besagte A. aus K. hatte jedoch – und jetzt stöhnen tausende Lesben auf – kein Interesse, gab den wertvollen Zettel allerdings leider auch nicht weiter.
Und wie schon vermutet: diese Nacht wurde sehr viel länger als die erste. Nachdem die Party am Vorabend nach Ende der Konzerte recht schnell eingeschlafen war, arbeitete sich die Crowd in der Schlagerbar durch vierzig Jahre Schlagergeschichte und sang lautstark jeden Song mit, bis sie schließlich um halb fünf bei Hildegard Knefs „Für dich soll’s rote Rosen regnen” angekommen war. Krachend voll war’s um diese Uhrzeit noch in der L-Lounge, wo die Charts rauf und runter gespielt wurden, und auch die Elektro- und House-DJs legten nicht nur für ihre mitgebrachten Freundinnen auf.
Kein Wunder also, dass mir vorhin in der L-Galeria nicht mehr Lesben als an einem normalen Abend in der U-Bahn begegneten. Wie’s beim Wachradeln, Bogenschießen und Yoga aussieht, muss ich euch auch heute vorenthalten – jetzt erst mal: Frühstück.
















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Think of how retarded the average guy is, and realize halve of them are stupider than that.
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