L-Mag Service

5. August 2010 – 12:27 3 Kommentare
Gay Games 2010

Team oder Pärchen?

Auch wenn die einen (Fußballer/innen) wie gesagt, gestern schon ab 19 Uhr tanzten, ließen sich die anderen auch später in der Nacht trotz anstrengender Tage nicht vom Feiern abbringen. Ok, es war vielleicht nicht die wildeste Partynacht so in der Mitte der Games, doch wer noch konnte, gab in der L-MAG Tanzbar in der Blue Lounge und auch beim Clubbing im Gloria alles. Während die schwulen Jungs sich zumeist damit begnügten, vor den Bars rumzustehen (der Regen hatte endlich aufgehört), wollten die Mädels lieber zappeln.

Ach ja die Mädels … wie die es schaffen, auch hier, im Grunde doch weit weg von zuhause, wieder nur im Pärchen aufzutreten, erstaunt dann doch. Sollten die nicht in einem Team zu den Gay Games gekommen sein? Sind die jeweiligen Lebensabschnittsgefährtinnen denn auch immer mit im Team? Oder haben die sich alle schon innerhalb so weniger Tage gefunden? Jedenfalls taucht auch die Gay-Games-Lesbe an sich im Paar auf und hält dauerhaften Körperkontakt zur jeweils anderen, damit bloß keine mit einer anderen Sportlerin durchbrennen kann. Vielleicht sind Sportlerinnen aber auch nur besonders körperkontaktfreudig? Ich werde von meinen weiteren Studien berichten.
Manuela Kay

  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Facebook
4. August 2010 – 23:04 Keine Kommentare
Gay Games 2010

Köln im Regen, Fußballer in Extase

Cowgirls aus Seattle feiern mit Kollegen auf der Fußball-Party

Cowgirls aus Seattle feiern mit Kollegen auf der Fußball-Party

Und da bin ich schon – aus dem sonnig-warmen Berlin ins regennasse Köln gereist. Sportlich wie ich bin stürze ich mich sofort rein in die Gay Games. Mein Lieblingssport: Partys! Und die erste steht schon am Nachmittag an. Das Fußball-Turnier, das von L-MAG präsentiert wird, hat seine große Party. Auf der „Football Celebration Party” wird schon vor 19 Uhr ausgelassen getanzt. Für jemanden aus Berlin unvorstellbar um diese Uhrzeit. Vor allem wenn man bedenkt, was für ein Programm die Fußballerinnen und Fußballer zu absolvieren haben. Elf Spiele seien es, wie mir eine erschöpfte Kölnerin sagte und „die Wade hat sich bereits jetzt schon verabschiedet”. Nicht so bei den anderen Aktiven, die munter tanzen und feiern. Vielleicht auch weil dies eine der wenigen wirklich gemischten schwullesbischen Partys ist. Zwar kommen alle überall rein, doch wird meist doch getrennt gefeiert.

Dazu folgender Dialog zwischen zwei Teilnehmern, den ich in einem Gang im Pressezentrum aufschnappte. Sie: „Ich muss unbedingt ins Finale kommen, will Freitag noch zur Lesbenparty”. Er: „Und was wird aus mir?” Sie: „Wieso, wir können doch woanders noch feiern.” Er: „Ich musste schon mit dir in die Blue Lounge, ich will was gemischtes”… später sah ich beide auf der Fußball Party. Das mit dem schwullesbisch ist eben nicht so einfach.

Meine Kollegin Gudrun Fertig bemängelte ja zu wenig lesbische Sichtbarkeit bei den Games. Nun, entweder sind die Mädels dank Kölsch aufgetaut oder haben nichts mehr zu verlieren … Aber auf der Fußball Party gab es so eine Art Talentshow der Aktiven. Und hier haben die Mädels sich von ihrer besten Seite gezeigt: Singende, tanzende und strippende Cowgirl-Fußballerinnen aus Seattle rockten den Laden und boten ihre Schweißbänder gegen einen Kuss feil. (Viele davon habe ich später auch an schwulen Armen gesehen. Geht also doch mit dem schwullesbisch!) Nicht weniger zeigefreudig und extrovertiert präsentierte sich das Frauenteam aus Sydney. Wie immer, sind es eher die englischsprachigen Frauen, die besser aus sich herausgehen können. Also: mehr Kölsch für die Deutschen! Zum Chor der Schiedsrichter, die „Gimme, gimme, gimme” von ABBA sangen, möchte ich nur anmerken, dass die Verzweiflung wohl groß scheint.
Der Dauerregen hat dafür gesorgt, dass die Villages, deren Öffnungszeiten wegen des großen Zulaufs ja gerade verlängert wurden, menschenleer sind. Grund also, sich ins überdachte Nachtleben zu stürzen …

Manuela Kay

  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Facebook
4. August 2010 – 18:22 Keine Kommentare
Gay Games 2010

gold für ehrenamtler!

zum schluss noch ein lobgesang auf die ehrenamtlerinnen und ehrenamtler der gay games. 3.000 sollen es sein. gefühlt sind es doppelt so viele – dabei fehlen angeblich noch immer 200 von ihnen, um den marathon absichern zu können. wer lust und zeit hat: meldet euch!

die volunteers  tragen hübsche orangefarbene t-shirts, sind also gut zu erkennen, meist auch am lächeln. die meisten erwiesen sich bislang als kompetent und hilfreich, vor allem im wege weisen. was wären die spiele ohne sie? nüscht! deshalb jedem eine goldmedaille ehrenhalber.

ich hab auch schon eine. viele köllner gucken ganz seelig und lächeln gern, wenn sie jemanden mit gold um den hals in der tram oder so erblicken. da fühlt man sich gesehen und freut sich. dabei ist meine medaille noch nicht mal echt, sieht man aber erst auf den zweiten blick. ich hab die goldene vom pressefrühstück heute morgen, gay-parship hatte eingeladen. die müssen eine clevere marketingabteilung haben, denn die haben die kettengasse mit einem roten teppich ausgelegt. auf diesem “walk of fame” kann sich jeder medaillengewinner fotografieren lassen, online gestellt, wird so der ruhm der gay games von köln auf ewig im www vorhanden sein. ein schöner gedanke!

ich pack jetzt zusammen. mir hat’s spaß gemacht, ein teil der gay games gewesen zu sein. ich denke, ich werde künftig sportlicher werden!

der nächste blog-eintrag wird dann schon von meiner kollegin manuela kay sein. manuela, viel spass in köln!

ah

ps: grad lief ein ausführlicher bericht über die gay games auf n-tv – wir werden medial wahrgenommen.

  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Facebook
4. August 2010 – 15:54 2 Kommentare
Gay Games 2010

brustfrei

zurück in der city. draußen regnet es in strömen. im hotel maritim bei den tanzwettbewerben ist es trocken, warm, laut – und verdammt sexy. heute gehen die jüngeren jahrgänge an den start. und die männer  zeigen viel haut. die ausschnitte können gar nicht tief genug sein, reichen bei manchen bis zum hosenbund. die stimmung ist prächtig, eine coole, ja berauschende party, dabei ist das hier doch ein seriöser wettkampf. he, sport macht spass! und macht  irgendwie süchtig. ich werde tanzunterricht nehmen und klein anfangen, vielleicht trete ich schon nächstes jahr bei den euro games in rotterdam an – ein, zwei, drei!

ah

  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Facebook
4. August 2010 – 15:02 Keine Kommentare
Gay Games 2010

tränen!

die leichtathletinnen und leichtathleten sind ein fleissiges völkchen, ständig ist action im stadion. dazwischen immer wieder rührende momente wie eben, als eine 84-jährige teilnehmerin ihre goldmedaille überreicht bekam, sie hatte sie im 100-meter-lauf gewonnen. da kommen einem die tränen. oder wenn das ganze stadion eine 60-jährige, die in ihrer altersgruppe ganz allein läuft, die letzten 100 meter der 800-meter-distanz klatschend über die ziellinie trägt. magische augenblicke.

leider tröpfelt es jetzt schon länger von oben immer mal wieder. die fussballerinnen ficht das nicht an. sie kicken seit 14 uhr  – ganz weit draussen. denn von wegen “spiele der kurzen wege”! alles hat eben zwei seiten. die fussballer und fussballerinnen müsssen einen etxra langen weg zu ihren spielstätten zurücklegen. das fussball-turnier der frauen wird übrigens von l-mag präsentiert. “ganz weit draussen” spielen auch die hockyteams. merkwürdiger sport. doch den beteiligten scheint es spass zu machen. leider sind die teams unter sich, hierher verirrt sich kein zuschauer.

die schauen lieber anderthalb kilometer entfernt bei den synchronschwimmern zu. eben ging das einzel-synchronschwimmen zu ende. hab ich leider verpasst. zeitpläne gibt es jeweils am morgen des wettkampftages – sie hängen vor ort in den spielstätten aus. pech, wenn man dann per zufall zu spät oder zu früh kommt. das angebot ist aber auch einfach zu umfangreich … so konnte ich das rätsel nicht lösen, inwieweit die einzel-kür wirklich was mit synchronschwimmen zu tun hat. darunter verstehe ich eben mehr als einen schwimmer … genau so was hab ich dann aber doch noch gesehen. die paare und gruppen schwimmen sich grad schon mal warm. cool, was die alles können. könnte ich nicht. bedarf viele stunden harten trainings. toll, dass viele teams gemischt sind, frauen und männer schwimmen zusammen synchron. vielleicht, so viel pathos darf sein, die sportart, die den schwul-lesbischen charakter der gay games am besten versinnbildlicht. alles andere ist ja doch mehr oder weniger nach geschlechtern getrennt.

wasserball! boah, ist das eine dynamische sportart, der wahnsinn, so kraftvoll, schnell, voller raffinesse und turbulenter action und dem ein oder anderen foul! die teams spielen kurze 6 minuten, vier mal, mit nur kleinen pausen. was man hier alles lernt! grad sind die teams aus amsterdam und west hollywood im wasser. hier gibt es etliche zuschauerinnen und zuschauer, die auch dann zugucken, wenn sie nicht wissen, wer da spielt. denn das kann man nirgends lesen, weder an der anzeigentafel noch auf den knappen badehosen. die amsterdamer tragen dafür werbung auf ihren höschen. für gayromeo. passenderweise auf dem arsch.

so, jetzt startet der dreisprung-wettbewerb. klingt spannend!? na, mal sehen, was geht, vielleicht doch lieber noch mal tanzen?

ah

  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Facebook
4. August 2010 – 10:47 Keine Kommentare
Gay Games 2010

dancingqueens!

kriegt man von zu vielem klatschen muskelkater in den händen? ja. denn ich hab welchen. und dabei war ich doch nur tanzen. okay: tanzen schauen. die tanzwettbewerbe haben einen extrem hohen schauwert. alles so schön bunt hier. die kostüme, ach, mal viel, mal weniger stoff, wallende kleider, hautenge anzüge und bodys, glitter hier, pailetten da. die musik geht so. je später der abend, desto ausgefallener die stücke. aber es kommt ja auch nur auf den rhythmus an. und natürlich die schritte, die drehungen, die haltung, die gesten, die mimik, eben aufs können. tanzen ist ein gesamtkunstwerk. und vielleicht die schwulste sportart überhaupt. deshalb präsentiert DU&ICH ja auch die tanzwettbewerbe. ehrlich: wir waren uns anfangs ja auch nicht sicher, ob es die passende sportart ist. sie ist es!

tanzen ist auch sehr lesbisch. und wie! die lesbischen tänzerinnen sind in der mehrzahl, auch gibt es mehr lesbische zauschauerinnen als schwule zuschauer. die buntesten, die ausgefallensten, die schönsten kostüme tragen lesbische tänzerinnen (die schwulen treten meist schnike, aber dröge im anzug/frack auf).

viele paare haben ihre unterstützerinnen und unterstützer aus den usa, dänemark, finnland, südafrika oder ungarn mitgebracht, die “ihre” paare frenetisch von tanz zu tanz begleiten. und es wird echt viel getanzt an so einen wettbewerbstag. von morgens ab halb zehn bis in den späten abend wird um den einzug ins finale gerungen. abends stehen die siegerehrungen an. eine nach der andern. gestern waren es gleich fünf an der zahl. verschiedene alters- und leistungsstufen machen das nötig. die tanzwettbewerbe sind wahrscheinlich die umfangreichsten der gay games. und die, die am meisten spaß machen. sie bieten spannung, spaß, emotionen, kraft und leidenschaft, es könnte sich im grund genommen auch um sex handeln – nur eben auf dem parkett.

es war ein tolles gefühl, den gewinnerinnen und gewinnern aus aller welt die hände zu schütteln, ihnen zu gratulieren und die bronze-, silber- und goldmedaillen zu überreichen!

ah

  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Facebook
Page 8 of 14« First...«678910»...Last »
Das L-MAG Abo

Neu - zum neuen L-MAG-Look das neue Probe-Abo, für alle die L-MAG entdecken oder wiederentdecken möchten. Für alle, denen langfristige Bindungen suspekt sind. Das L-MAG Probe-Abo: 3 Ausgaben für 10 Euro.

Hier testen

Follow us

Social Bookmarks
  • MisterWong.DE
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Digg
  • Reddit
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Facebook
RSS Feeds