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	<title>L-MAG Blog. Das Magazin für Lesben. &#187; Schiedsrichter</title>
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		<title>You&#8217;ll never walk alone, you&#8217;ll never walk again</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 12:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GayGamesBlog</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gay Games 2010]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Stadtmensch ist man für einen kleinen Ausflug ins Grüne ja dankbar. Doch mit der Lage der Fußballplätze, auf denen das Frauenturnier stattfand, hatten die Veranstalter es besonders gut gemeint. Schöne und viele Plätze, auf denen gleichzeitig gespielt werden kann, sollten es sein und diese lagen nun idyllisch vor den Toren der Stadt, umrahmt von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Stadtmensch ist man für einen kleinen Ausflug ins Grüne ja dankbar. Doch mit der Lage der Fußballplätze, auf denen das Frauenturnier stattfand, hatten die Veranstalter es besonders gut gemeint. Schöne und viele Plätze, auf denen gleichzeitig gespielt werden kann, sollten es sein und diese lagen nun idyllisch vor den Toren der Stadt, umrahmt von Feldern und vorbeiziehenden Schafherden.</p>
<div id="attachment_611" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-611" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Schafe-klein1.JPG" alt="Idylle am Fußballplatz der Frauen" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Idylle am Fußballplatz der Frauen</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Das von L-MAG präsentierte Fußballturnier fand in den zwei Finalspielen der unterschiedlichen Klassen seinen Höhepunkt. Und auch bei den Gay Games ist der lesbische Fußball fest in deutscher Hand <span style="font: 17.0px Helvetica">–</span> das kennen wir ja auch auf Nationalmannschaftsebene. Das erste Finale war eine reine Kölner Angelegenheit, die Bösen Möwen 1 (Ja, MÖWEN, wie der Vogel) unterlagen knapp im Siebenmeterschießen dem Team Torfabrik.</span></p>
<div id="attachment_612" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-612" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Elfer-klein.JPG" alt="Das Kölner Team Torfabrik auf dem Weg zum Turniersieg beim Siebenmeterschießen" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Kölner Team Torfabrik auf dem Weg zum Turniersieg beim Siebenmeterschießen</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Das zweite Finale der etwas höheren Klasse machten zwei Teams aus Franken unter sich aus. Nach einem spannenden Finale gewannen die Hobbergaasen aus Erlangen gegen die Frangng Görls aus Bamberg, Würzburg und Umgebung. Die Stimmung auf dem Platz war hervorragend auch wenn alle übereinstimmend über Schmerzen in allen Gliedern klagten. Bei 2-3 Spielen am Tag glaube ich das gern. „Alles tut weh, wirklich alles vom Kopf bis zu den Füßen“ erklärten mir einige Holländerinnen. Und eine Britin saß verzweifelt auf einem Campingstuhl und summte ein Mantra aus „Ich werde nie wieder aufstehen können, ich kann einfach nie wieder laufen&#8221; vor sich hin&#8230;</span></p>
<div id="attachment_613" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-613" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Gewinner-klein.JPG" alt="Die Siegerinnen, ganz links das Team „Hopelessley Devoted&quot; aus Berlin, das auf den dritten Platz kam. In der Mitte die Hobbergaasen aus Erlangen." width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Die Siegerinnen, ganz links das Team „Hopelessley Devoted&quot; aus Berlin, das auf den dritten Platz kam. In der Mitte die Hobbergaasen aus Erlangen.</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Trotz der vielen Schmerzen fanden die Siegestänze aber praktisch kein Ende und sehenswert war vor allem, wie die Spielerinnen aus Südafrika versuchten in ein „Humba, humba, Täterä“ der Franken einzustimmen.<br />
Torschützenkönigin wurde mit 17 Treffern im Turnier übrigens Claudia Bubenheim, die Frau der vielen Talente aus Frankfurt, die also nicht nur Partys und Kreuzfahrten organisieren kann, sondern auch super Fußball spielen.</span></p>
<div id="attachment_640" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><img class="size-full wp-image-640" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Claudia-Bubenheim2.JPG" alt="Nichts ist so schön wie die Zigarettte danach - nach dem Toreschießen natürlich. Gleich 17 erzielte Claudia Bubenheim vom Xtremeties-Team aus Frankfurt" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Nichts ist so schön wie die Zigarettte danach - nach dem Toreschießen natürlich. Gleich 17 erzielte Claudia Bubenheim vom Xtremeties-Team aus Frankfurt</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Am Abend lernte ich im Women Place auf dem Neumarkt dann meine ersten echten Kölner kennen. Das Ehepaar Silke und Frank mit dessen Eltern. Die waren nicht nur umfassend informiert über die Gay Games und dank ihrer lesbischen Nachbarin auch über die Lesbenszene, die fühlten sich auch sichtbar wohl mit den Mädels und füllten uns entsprechend ab. Dermaßen abgefüllt schlug ich auf der Lesbenparty „Triumph and Temptations“ auf – kaum zu glauben dass diese feiernde Masse die ganze Woche Sport gemacht hat. Wo haben die nur die Kondition her? Ich konnte ja kaum noch laufen und das nur von den Wegen zu den Sportstätten&#8230; Vielleicht sollte ich eine aktive Sportkarriere doch noch mal überdenken? </span></p>
<div id="attachment_614" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-614" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Chosen-few-team-klein.JPG" alt="Das Team der Chosen Few aus Johannesburg mit mir in der Mitte, der einzigen, die keine Schmerzen vom Fußballspielen hatte" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Team der Chosen Few aus Johannesburg mit mir in der Mitte, der einzigen, die keine Schmerzen vom Fußballspielen hatte</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Ich fände ja den Gedanken Schiedsrichterin zu sein ganz reizvoll. Zumindest bis ich dann die 4&#215;100 Meter Staffel der Frauen bei der Leichtathletik sah – hier gewann tatsächlich das Team der Kampfrichterinnen. Die müssen also auch noch schnell rennen können. Das will also auch überlegt sein. Ein Sportteam, das auf mich wartet hat sich auch noch nicht gemeldet. Also bleibe ich vorerst bei meinem Lieblingssport, den Partys. Und dergestalt ging es sehr sportlich im Stollwerck zu. Nicht zuletzt weil auf mehreren Etagen getanzt und gefeiert wurde und ich nach dem vielen Treppensteigen irgendwann wirklich völlig fertig war. Vielleicht hat mich aber auch der Anblick tausender feiernder Frauen so überwältigt. Vor allem die Amerikanerinnen ziehen sich ja gerne aus auf Partys und so dominierten durchtrainierte Frauen im BH die Tanzfläche – es gibt Schlimmeres!<br />
<em>Manuela Kay</em></span></p>
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		<title>Theo bleibt!</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 13:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gudrun Fertig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amerell]]></category>
		<category><![CDATA[Assauer]]></category>
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		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Theo Zwanziger]]></category>

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		<description><![CDATA[Er bleibt. Und das ist auch gut so. Beinahe hätte ihn die Schiri-Affäre rund um den ehemaligen Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell aus dem Amt getrieben. Oder die Medien, die einhellig und gnadenlos daran arbeiteten. Oder auch die Drahtzieher dahinter, für die Theo Zwanziger und seine Verbündeten schon lange viel zu viel Reformwillen im früher fest verschanzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er bleibt. Und das ist auch gut so. Beinahe hätte ihn die Schiri-Affäre rund um den ehemaligen Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell aus dem Amt getrieben. Oder die Medien, die einhellig und gnadenlos daran arbeiteten. Oder auch die Drahtzieher dahinter, für die Theo Zwanziger und seine Verbündeten schon lange viel zu viel Reformwillen im früher fest verschanzten Lager konservativer DFB-Funktionäre zeigten.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-155" title="TheoZwanzigerCannaMeurer" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/03/TheoZwanzigerCannaMeurer.jpg" alt="TheoZwanzigerCannaMeurer" width="293" height="234" /></p>
<p>Jetzt hat der Präsident des Deutschen Fußballbundes auf einer Pressekonferenz am Freitag weniger Machtfülle für Einzelne – insbesondere bei den Schiedsrichtern – und weniger Öffentlichkeit gelobt. Ob er damit die Zahl seiner eigenen öffentlichen Auftritte oder weniger Transparenz über das Geschehens im DFB meinte, blieb offen. Letzeres wäre fatal für einen Präsidenten, der mit einem außerordentlichen zivilgesellschaftlichen Engagement und medialer Offenheit sein Amt ausübte. Wer hätte sich vor der Ära Zwanziger vorstellen können, dass in den verstaubten Hallen des Männerbundes Deutscher Fußballbund über Rassismus und Homophobie gesprochen werden könnte. Dass der Frauenfußball deutlich aufgewertet würde. Dass in der Frankfurter DFB-Zentrale neben den Devotionalien aus legendären Spielen der Männernationalelf großformatige Plakate zur Frauenfußball-WM hängen würden. Theo Zwanziger meinte es ernst mit der Umstrukturierung des Verbandes und der neuen Satzung, die Diskriminierung jeglicher Art verbietet.</p>
<p>Erstaunlich, dass diese Tatsachen in der aktuellen Schiri-Affäre rund um sexuellen Missbrauch, Verleumdung und Erpressung keine Rolle spielten. Kein Medienvertreter wusste etwas Genaues, aber alle waren sich einig, dass Theo Zwanziger versagt hätte. Mag sein, dass er sich naiv und vorschnell hinter die vermeintlich von Amerell sexuell belästigten Schiedsrichter stellte. Mag sein, dass er zur Schachfigur in einem infamen Spiel wurde. Fest steht aber: Sich erstmal hinter die vermeintlichen Opfer zu stellen, ist nichts ehrenrühriges.</p>
<p>Im DFB Zeitalter vor Zwanziger hätte man so lange wie möglich alles geleugnet, sexuellen Missbrauch nicht für möglich gehalten oder mit scheinheiliger Toleranz kein Interesse an den „privaten Dingen im Schlafzimmer“ bekundet. Wie die Denke von Männern des alten Schlages geht, zeigte der ehemalige Schalke-Manager Rudi Assauer in seinen Äußerungen gegenüber dem Express: Die ganze Affäre und dieses nervige Thema Homosexualität und Fußball hätten allen nur geschadet, so der Tenor. Was Missbrauch, Verleumdung und Lügen überhaupt mit Homosexualität oder Homophobie im Fußball zu tun haben, konnte er nicht erklären. Ist eben so ein Gefühl. Geboren aus einer Mischung an verklemmter Männerbündelei, Machotum und einer Unwilligkeit, dazuzulernen.</p>
<p>Wir wollen unseren Theo behalten.</p>
<p><em>Gudrun Fertig</em></p>
<p>Hier zum <a href="http://www.l-mag.de/index.php?id=169" target="_blank">Interview mit Theo Zwanziger</a> in L-MAG 1/08, in dem er erstmals öffentlich über Schwule und Lesben im Fußball sprach</p>
<h6>Foto: Anna Meurer/L-MAG Archiv</h6>
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