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	<title>L-MAG Blog. Das Magazin für Lesben. &#187; Sport</title>
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		<title>Teamgeist</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 10:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GayGamesBlog</dc:creator>
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Es ist geschafft. Köln und ich sind gerädert von so viel Sport, Menschen, Party und Reizüberflutung. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es gefälligst auch Medaillen für meinen Sport, die Partys gibt. Schließlich hieß das Motto doch „Be part of it&#8221; und da habe ich mir alle Mühe gegeben dies zwischenmenschlich auch umzusetzen. Und ich [...]]]></description>
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<div id="attachment_633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-633" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Medailienvergabe-klein.JPG" alt="Ich durfte den Fußballerinnen die Medaillen umhängen. Nur geküsst, wie bei den Turnieren im Fernsehen, wurde leider nicht..." width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Ich durfte den Fußballerinnen die Medaillen umhängen. Nur geküsst, wie bei den Turnieren im Fernsehen, wurde leider nicht...</p></div>
<p> </p>
<p>Es ist geschafft. Köln und ich sind gerädert von so viel Sport, Menschen, Party und Reizüberflutung. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es gefälligst auch Medaillen für meinen Sport, die Partys gibt. Schließlich hieß das Motto doch „Be part of it&#8221; und da habe ich mir alle Mühe gegeben dies zwischenmenschlich auch umzusetzen. Und ich bin sicher, mit der Aussicht auf eine Medaille hätte ich noch mehr Kölsch geschafft zu trinken.<br />
Gestern fanden die Gay Games also ihren Abschluss mit der als „emotionale Abschlussfeier“ angekündigten selben am Tanzbrunnen. Ich bin ja nicht so fürs emotionale, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass auch sonst irgendjemand diese glanzlose Feier emotional fand. Egal, die Massen aus aller Welt waren bester Laune – und die Kölner und Kölnerinnen sowieso –  wie schon die ganze Zeit während dieser Gay Games. Solange alle „Viva Colonia&#8221; singen oder gröhlen können, war die Welt hier einfach in Ordnung.<br />
Da die Wettkämpfe nun vorbei waren, schienen vor allem die Frauen am letzten Abend sehr viel gelöster. Das Bier im Women Place wurde bis auf den letzten Tropfen ausgetrunken, leider bereits zu einem Zeitpunkt, da einige noch gar nicht mit dem Trinken und Feiern fertig waren (auch das allgegenwärtige Ordnungsamt hatte mal wieder kein Verständnis für die Musik und die feiernde Masse). Ich muss schon sagen, wieder mal waren es vor allem Fußballerinnen, die trotz ihres enormen Sport-Pensums auch beim Feiern ganz vorne lagen. Wenn ich 50 Jahre jünger wäre, würde ich glatt eine Fußball-Karriere starten wollen. Oder gibt es da draußen nicht vielleicht ein 100+ Team, wo ich noch einsteigen könnte?<br />
Das mit den Teams bei denen eingestiegen wird, ist bei den Gay Games ja besonders kurios: Viele Teams reisen gar nicht vollständig an und finden weitere Mitspielerinnen und Mitspieler dann erst vor Ort und aus aller Welt. Eine tolle Sache! Mir scheint bei den Mannschaften sind die wenigsten aus dem Land oder der Stadt für die sie antreten. Es geht also angenehmerweise auch ohne Nationalstolz.<br />
Dennoch sind manche Zugehörigkeiten und Teammerkmale ja auch eine schöne Sache. So hat das Team Hamburg für seine feschen Matrosenpullover als Teamoutfit eigentlich auch eine Goldmedaille verdient. Ich habe mehrere Leute getroffen, die für so einen Pullover mit jemandem aus Hamburg durchaus Sex gehabt hätten. Tja, liebes Team Hamburg, da habt ihr einige Chancen vertan&#8230;<br />
Wie kann man das Geschehen nun abschließend zusammenfassen? Eine gut gelaunte Stadt, eine etwas holprige Organisation, eine hoch motivierte Masse an freiwilligen Helferinnen und Helfern und dazu eine nicht zu stoppende Meute aus aller Welt, die angetreten war, sich die Knochen zu ruinieren. Was vielen, den Krücken und Verbänden nach zu urteilen, auch gelang. <br />
Die nächsten Gay Games werden 2014 in Cleveland sein (Cleveland? Where the fuck is Cleveland???) Das werden dann vielleicht auch die letzten Gay Games sein, denn man ist ja entschlossen, die Gay Games und die sich 2006 abgespaltenen Outgames wieder zusammen zu führen. Sinnvoll aber aussichtslos schätze ich. Egal, ich werde jetzt ganz bestimmt anfangen, Sport zu machen, damit ich endlich auch mal mit einem Team zu solchen Games fahren kann. Wer also eine unsportliche Partylöwin als Teamverstärkung braucht – meldet euch. Die nächsten Euro-, Out- oder Gay Games stehen praktisch vor der Tür. Und ich freue mich drauf.<br />
<em>Manuela Kay</em></p>
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		<title>You&#8217;ll never walk alone, you&#8217;ll never walk again</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 12:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GayGamesBlog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Stadtmensch ist man für einen kleinen Ausflug ins Grüne ja dankbar. Doch mit der Lage der Fußballplätze, auf denen das Frauenturnier stattfand, hatten die Veranstalter es besonders gut gemeint. Schöne und viele Plätze, auf denen gleichzeitig gespielt werden kann, sollten es sein und diese lagen nun idyllisch vor den Toren der Stadt, umrahmt von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Stadtmensch ist man für einen kleinen Ausflug ins Grüne ja dankbar. Doch mit der Lage der Fußballplätze, auf denen das Frauenturnier stattfand, hatten die Veranstalter es besonders gut gemeint. Schöne und viele Plätze, auf denen gleichzeitig gespielt werden kann, sollten es sein und diese lagen nun idyllisch vor den Toren der Stadt, umrahmt von Feldern und vorbeiziehenden Schafherden.</p>
<div id="attachment_611" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-611" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Schafe-klein1.JPG" alt="Idylle am Fußballplatz der Frauen" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Idylle am Fußballplatz der Frauen</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Das von L-MAG präsentierte Fußballturnier fand in den zwei Finalspielen der unterschiedlichen Klassen seinen Höhepunkt. Und auch bei den Gay Games ist der lesbische Fußball fest in deutscher Hand <span style="font: 17.0px Helvetica">–</span> das kennen wir ja auch auf Nationalmannschaftsebene. Das erste Finale war eine reine Kölner Angelegenheit, die Bösen Möwen 1 (Ja, MÖWEN, wie der Vogel) unterlagen knapp im Siebenmeterschießen dem Team Torfabrik.</span></p>
<div id="attachment_612" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-612" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Elfer-klein.JPG" alt="Das Kölner Team Torfabrik auf dem Weg zum Turniersieg beim Siebenmeterschießen" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Kölner Team Torfabrik auf dem Weg zum Turniersieg beim Siebenmeterschießen</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Das zweite Finale der etwas höheren Klasse machten zwei Teams aus Franken unter sich aus. Nach einem spannenden Finale gewannen die Hobbergaasen aus Erlangen gegen die Frangng Görls aus Bamberg, Würzburg und Umgebung. Die Stimmung auf dem Platz war hervorragend auch wenn alle übereinstimmend über Schmerzen in allen Gliedern klagten. Bei 2-3 Spielen am Tag glaube ich das gern. „Alles tut weh, wirklich alles vom Kopf bis zu den Füßen“ erklärten mir einige Holländerinnen. Und eine Britin saß verzweifelt auf einem Campingstuhl und summte ein Mantra aus „Ich werde nie wieder aufstehen können, ich kann einfach nie wieder laufen&#8221; vor sich hin&#8230;</span></p>
<div id="attachment_613" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-613" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Gewinner-klein.JPG" alt="Die Siegerinnen, ganz links das Team „Hopelessley Devoted&quot; aus Berlin, das auf den dritten Platz kam. In der Mitte die Hobbergaasen aus Erlangen." width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Die Siegerinnen, ganz links das Team „Hopelessley Devoted&quot; aus Berlin, das auf den dritten Platz kam. In der Mitte die Hobbergaasen aus Erlangen.</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Trotz der vielen Schmerzen fanden die Siegestänze aber praktisch kein Ende und sehenswert war vor allem, wie die Spielerinnen aus Südafrika versuchten in ein „Humba, humba, Täterä“ der Franken einzustimmen.<br />
Torschützenkönigin wurde mit 17 Treffern im Turnier übrigens Claudia Bubenheim, die Frau der vielen Talente aus Frankfurt, die also nicht nur Partys und Kreuzfahrten organisieren kann, sondern auch super Fußball spielen.</span></p>
<div id="attachment_640" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><img class="size-full wp-image-640" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Claudia-Bubenheim2.JPG" alt="Nichts ist so schön wie die Zigarettte danach - nach dem Toreschießen natürlich. Gleich 17 erzielte Claudia Bubenheim vom Xtremeties-Team aus Frankfurt" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Nichts ist so schön wie die Zigarettte danach - nach dem Toreschießen natürlich. Gleich 17 erzielte Claudia Bubenheim vom Xtremeties-Team aus Frankfurt</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Am Abend lernte ich im Women Place auf dem Neumarkt dann meine ersten echten Kölner kennen. Das Ehepaar Silke und Frank mit dessen Eltern. Die waren nicht nur umfassend informiert über die Gay Games und dank ihrer lesbischen Nachbarin auch über die Lesbenszene, die fühlten sich auch sichtbar wohl mit den Mädels und füllten uns entsprechend ab. Dermaßen abgefüllt schlug ich auf der Lesbenparty „Triumph and Temptations“ auf – kaum zu glauben dass diese feiernde Masse die ganze Woche Sport gemacht hat. Wo haben die nur die Kondition her? Ich konnte ja kaum noch laufen und das nur von den Wegen zu den Sportstätten&#8230; Vielleicht sollte ich eine aktive Sportkarriere doch noch mal überdenken? </span></p>
<div id="attachment_614" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-614" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Chosen-few-team-klein.JPG" alt="Das Team der Chosen Few aus Johannesburg mit mir in der Mitte, der einzigen, die keine Schmerzen vom Fußballspielen hatte" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Team der Chosen Few aus Johannesburg mit mir in der Mitte, der einzigen, die keine Schmerzen vom Fußballspielen hatte</p></div>
<p><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal">Ich fände ja den Gedanken Schiedsrichterin zu sein ganz reizvoll. Zumindest bis ich dann die 4&#215;100 Meter Staffel der Frauen bei der Leichtathletik sah – hier gewann tatsächlich das Team der Kampfrichterinnen. Die müssen also auch noch schnell rennen können. Das will also auch überlegt sein. Ein Sportteam, das auf mich wartet hat sich auch noch nicht gemeldet. Also bleibe ich vorerst bei meinem Lieblingssport, den Partys. Und dergestalt ging es sehr sportlich im Stollwerck zu. Nicht zuletzt weil auf mehreren Etagen getanzt und gefeiert wurde und ich nach dem vielen Treppensteigen irgendwann wirklich völlig fertig war. Vielleicht hat mich aber auch der Anblick tausender feiernder Frauen so überwältigt. Vor allem die Amerikanerinnen ziehen sich ja gerne aus auf Partys und so dominierten durchtrainierte Frauen im BH die Tanzfläche – es gibt Schlimmeres!<br />
<em>Manuela Kay</em></span></p>
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		<title>Der ganz echte Sport</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 21:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GayGamesBlog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sagte ich, mein Sport seien Partys? Der wahre Sport dieser Gay Games besteht darin, den richtigen Ort zu finden. Und dann noch zur richtigen Zeit. Um es möglichst spannend zu machen, werden nämlich die Uhrzeiten der Sportveranstaltungen erst am Morgen des jeweiligen Tages im Internet bekannt gegeben. Dann kann man den Tag planen und sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sagte ich, mein Sport seien Partys? Der wahre Sport dieser Gay Games besteht darin, den richtigen Ort zu finden. Und dann noch zur richtigen Zeit. Um es möglichst spannend zu machen, werden nämlich die Uhrzeiten der Sportveranstaltungen erst am Morgen des jeweiligen Tages im Internet bekannt gegeben. Dann kann man den Tag planen und sich auf die Suche nach der Sportstätte machen. Was sich alles andere als leicht gestaltet. Und von wegen „Spiele der kurzen Wege&#8221;, das Publikum hat auf der Suche nach dem Sport mehr Kilometer zu bewerkstelligen als die Marathonläufer.</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px;font: 14.0px Helvetica">
<div id="attachment_578" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-578" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Plan-klein.JPG" alt="Kein Plan - hilfreiche Beschilderung der Sportstätten im Pressezentrum" width="400" height="300" /><p class="wp-caption-text">Kein Plan - hilfreiche Beschilderung der Sportstätten im Pressezentrum</p></div>
<p>Eigentlich wollte ich heute ja zu einer meiner Lieblingssportarten, dem Eishockey. Doch das findet jwd, scheinbar schon in Holland statt. Also machte ich mich zu einer anderen Lieblingssportart auf: dem Wasserball. Als militante Nichtschwimmerin bin ich immer wieder fasziniert, wie man beim Wasserball Schwimmen und Handball spielen gleichzeitig kann – ich kann keins von beiden, geschweige denn zusammen.</p>
<p><img class="size-full wp-image-580" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Wasserball-Kopie.JPG" alt="Magie beim Wasserball" width="400" height="300" /></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_580" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px;">
<dd class="wp-caption-dd">Magie beim Wasserball</dd>
</dl>
</div>
<p>Die Teams sind fast allesamt aus Nordamerika oder Australien und teilweise mit Männern und Frauen gemischt. Was die im Becken so bieten – neben ihren tollen Muskeln – ist schon allerhand.<br />
Leider ist nicht nur die Wegweisung zuschauerunfreundlich, auch fehlende Sitzgelegenheiten machen das – zugegeben wenige –Publikum nicht froh. Dafür gibt es immer informative Durchsagen, was bei anderen Spielen schon anders war. So ist man, wenn man schon auf den teils nicht vorhandenen Rängen nicht viel sehen kann, wenigstens immer gut informiert über Spielstände und Namen der Aktiven.<br />
Nachdem das Wetter sich gebessert hat, war auch bei der Leichtathletik die Stimmung heute ausgelassen. Hier gibt es immerhin eine ordentliche Zuschauertribüne – und neben den einzelnen Disziplinen gefühlt etwa drei Mal mehr Siegerehrungen als Sportwettkämpfe. Das Treppchen muss ja schon ganz durchgetreten sein&#8230;<br />
<img class="aligncenter size-medium wp-image-584" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/08/Siegerehrung-klein-Kopie1-230x172.jpg" alt="Siegerehrung klein Kopie" width="230" height="172" /><span style="font-family: Helvetica;line-height: normal"><br />
</span>Viele Sportarten sind zuschauenderweise leider nicht an einem Tag zu schaffen, denn selbst im Areal der Sporthochschule Köln in Müngersdorf liegen die Dinge zwar auf dem Plan alle nebeneinander, doch irgendwie irren alle dann doch planlos hin- und her, vor allem weil die Wettkämpfe mitunter früher vorbei sind als geplant oder doch anders anfangen. Sind eben eher amerikanisch organisierte Spiele – da müssen wir straff organisierten Deutschen einfach Geduld, Sportsgeist und gutes Schuhwerk haben.<br />
<span style="font-family: Helvetica;line-height: normal"> <em>Manuela Kay</em></span></p>
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		<title>Theo bleibt!</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 13:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gudrun Fertig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Er bleibt. Und das ist auch gut so. Beinahe hätte ihn die Schiri-Affäre rund um den ehemaligen Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell aus dem Amt getrieben. Oder die Medien, die einhellig und gnadenlos daran arbeiteten. Oder auch die Drahtzieher dahinter, für die Theo Zwanziger und seine Verbündeten schon lange viel zu viel Reformwillen im früher fest verschanzten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er bleibt. Und das ist auch gut so. Beinahe hätte ihn die Schiri-Affäre rund um den ehemaligen Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell aus dem Amt getrieben. Oder die Medien, die einhellig und gnadenlos daran arbeiteten. Oder auch die Drahtzieher dahinter, für die Theo Zwanziger und seine Verbündeten schon lange viel zu viel Reformwillen im früher fest verschanzten Lager konservativer DFB-Funktionäre zeigten.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-155" title="TheoZwanzigerCannaMeurer" src="http://blog.l-mag.de/wp-content/uploads/2010/03/TheoZwanzigerCannaMeurer.jpg" alt="TheoZwanzigerCannaMeurer" width="293" height="234" /></p>
<p>Jetzt hat der Präsident des Deutschen Fußballbundes auf einer Pressekonferenz am Freitag weniger Machtfülle für Einzelne – insbesondere bei den Schiedsrichtern – und weniger Öffentlichkeit gelobt. Ob er damit die Zahl seiner eigenen öffentlichen Auftritte oder weniger Transparenz über das Geschehens im DFB meinte, blieb offen. Letzeres wäre fatal für einen Präsidenten, der mit einem außerordentlichen zivilgesellschaftlichen Engagement und medialer Offenheit sein Amt ausübte. Wer hätte sich vor der Ära Zwanziger vorstellen können, dass in den verstaubten Hallen des Männerbundes Deutscher Fußballbund über Rassismus und Homophobie gesprochen werden könnte. Dass der Frauenfußball deutlich aufgewertet würde. Dass in der Frankfurter DFB-Zentrale neben den Devotionalien aus legendären Spielen der Männernationalelf großformatige Plakate zur Frauenfußball-WM hängen würden. Theo Zwanziger meinte es ernst mit der Umstrukturierung des Verbandes und der neuen Satzung, die Diskriminierung jeglicher Art verbietet.</p>
<p>Erstaunlich, dass diese Tatsachen in der aktuellen Schiri-Affäre rund um sexuellen Missbrauch, Verleumdung und Erpressung keine Rolle spielten. Kein Medienvertreter wusste etwas Genaues, aber alle waren sich einig, dass Theo Zwanziger versagt hätte. Mag sein, dass er sich naiv und vorschnell hinter die vermeintlich von Amerell sexuell belästigten Schiedsrichter stellte. Mag sein, dass er zur Schachfigur in einem infamen Spiel wurde. Fest steht aber: Sich erstmal hinter die vermeintlichen Opfer zu stellen, ist nichts ehrenrühriges.</p>
<p>Im DFB Zeitalter vor Zwanziger hätte man so lange wie möglich alles geleugnet, sexuellen Missbrauch nicht für möglich gehalten oder mit scheinheiliger Toleranz kein Interesse an den „privaten Dingen im Schlafzimmer“ bekundet. Wie die Denke von Männern des alten Schlages geht, zeigte der ehemalige Schalke-Manager Rudi Assauer in seinen Äußerungen gegenüber dem Express: Die ganze Affäre und dieses nervige Thema Homosexualität und Fußball hätten allen nur geschadet, so der Tenor. Was Missbrauch, Verleumdung und Lügen überhaupt mit Homosexualität oder Homophobie im Fußball zu tun haben, konnte er nicht erklären. Ist eben so ein Gefühl. Geboren aus einer Mischung an verklemmter Männerbündelei, Machotum und einer Unwilligkeit, dazuzulernen.</p>
<p>Wir wollen unseren Theo behalten.</p>
<p><em>Gudrun Fertig</em></p>
<p>Hier zum <a href="http://www.l-mag.de/index.php?id=169" target="_blank">Interview mit Theo Zwanziger</a> in L-MAG 1/08, in dem er erstmals öffentlich über Schwule und Lesben im Fußball sprach</p>
<h6>Foto: Anna Meurer/L-MAG Archiv</h6>
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